Nach Waldfällung am Leukersdorfer Steinbruch: GRÜNE fordert neue Messungen und Einsatz von Wasserlanzen zur Reduzierung der Staubbelastung

Aus der Antwort des Landratsamtes auf den Fragenkatalog der GRÜNEN-Kreisrätin Ulrike Kahl zur Problematik um die Waldfällung am Rande des Leukersdorfer Porphyr-Steinbruches geht hervor, dass die Baugenehmigung zur Errichtung des Sozialgebäudes für eine Fläche erteilt worden ist, die zum Zeitpunkt der Erteilung noch Wald i. S.d. Sächsischen Waldgesetzes gewesen ist. Dabei war die Planung zum Bau eines Sozialgebäudes, welches als nichtforstliche Anlage gilt,  dem Landratsamt nach eigener Aussage sehr früh bekannt. Es stellt sich daher die Frage nach der Einhaltung der erforderlichen Waldabstände und der Genehmigungsfähigkeit des Baues an sich. Wenn das Landratsamt als Entscheidungsbehörde bereits vorher davon ausgegangen ist, dass auch die Waldumwandlungsgenehmigung erteilt wird, handelte es sich eben doch um eine Baufeldfreimachung und damit Rodung inmitten der Vegetationszeit.

„Wie dem auch sei, der vor dem roten Staub schützende Grüngürtel ist dort leider unwiederbringlich verloren gegangen“, bedauert die GRÜNE den Eingriff. „Um so wichtiger ist es jetzt, dass erneute Staubniederschlagsmessungen veranlasst werden. Denn alles, was in der Vergangenheit diesbezüglich ermittelt wurde, ist nun zu hinterfragen bzw. neu zu bewerten. Um die Beeinträchtigungen der Bürgerinnen und Bürger, die seit Jahren unter den Staubemissionen leiden, zu reduzieren, ist es überfällig, dass künftig in dem Steinbruch mittels Sprühanlagen bzw. Wasserlanzen, wie sie beispielsweise an den Tagebauabbruchkanten zum Einsatz kommen,  gearbeitet werden muss. Das Wasser dafür ist im Steinbruch vorhanden. Der Gesundheitsschutz der Anwohner wie auch der im Steinbruch arbeitenden Beschäftigten muss höchste Priorität genießen“, so die GRÜNE.

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