GRÜNE Kreisräte begrüßen Entscheidung zum Antrag für ein Naturschutzgroßprojekt im Erzgebirgskreis

Wir, die Kreisräte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, begrüßen die Entscheidung des gestrigen Kreistages, ein Naturschutzgroßprojekt im Landkreis zu etablieren und einen Antrag dazu beim Bundesamt für Naturschutz zu stellen. Denn auch im Erzgebirge registrieren wir ein anhaltendes Artensterben. Die Ursachen dafür sind allesamt menschengemacht und vielfältig. Da werden faunistischen Lebensräume zerschnitten, Böden versiegelt und mit Pestiziden angereichert. Daher bietet das Naturschutzgroßprojekt eine gute Chance, Teile unserer bedrohten Kulturlandschaft nachhaltig zu schützen und zu bewirtschaften. So ein Projekt lebt mit den Menschen vor Ort, die den Wert unserer Mittelgebirgslandschaft schätzen und lieben.
Auch freuen wir uns, dass das ausgewählte Fördergebiet um Rübenau und Satzung erweitert wird um die Kommunen Crottendorf und Sehmatal. Dieses Offenland dort hat großes Potential für eine nachhaltige Landnutzung.
Der Vater von Robert Schumann aus Zwickau, August Schumann, schrieb in seinem 1823 erschienenen Post- und Zeitungslexikon von Sachsen, dass die Gegenden unterhalb von Wiesenthal, als auch Scheibenberg und Crottendorf „ausgezeichnet gute Wiesen“ haben. Und dass das „Fleisch der Schafe vom Quendel (Thymian), sowie Milch und Butter der Kühe von den vielen aromatischen Kräutern ein trefflichen Geschmack angenommen hat“. Ich jedenfalls freue mich dann wieder auf solche Lebensmittel!

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