Betagte Bürgerinnen und Bürger benötigen Unterstützung bei Impfterminen – Kommunen sind gefordert, Hilfsangebote zu koordinieren

“Zahlreiche betagte Bürgerinnen und Bürger im Erzgebirgskreis, die noch in ihren eigenen Wohnungen leben, treibt im Augenblick die Sorge um, wie sie erstens an einen Impftermin gelangen und des weiteren, wie sie die Logistik zum Annaberger Impfzentrum bewältigen sollen. Sie selbst sind meist nicht mehr automobil und verfügen über kein Internet. Kinder oder Enkel wohnen oft weit weg und die Nachbarn sind berufstätig. Für diese Impfwilligen ist es dann schier unmöglich, sich auf diese Weise zu immunisieren, vorausgesetzt, dass Impfstoff vorhanden ist”, so Ulrike Kahl, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Erzgebirgskreis.

Zu bewerkstelligen ist dieses Problem sicherlich nur, wenn auch die Kommunalverwaltungen im Kreisgebiet Verantwortung übernehmen und entsprechende Hilfsangebote, auch in Form von Tranporten, für diese Bevölkerungsgruppe bereit halten bzw. koordinieren. In vielen Städten wird dies bereits praktiziert.

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/kommunen-in-st-wendel-bieten-hilfe-bei-buchung-von-corona-impfung_aid-55857357?output=amphttps://www.schifferstadt.de/rathaus/aktuelles/2021/januar-2021/impftermine-stadtverwaltung-unterstuetzt-die-ueber-80-jaehrigen/

Natürlich ist man dabei auch auf Ehrenamtliche angewiesen. Da sich aufgrund des momentanen Lieferengpasses die Impftaktion verzögert, wäre jetzt noch ausreichend Zeit, dass Städte und Gemeinden derartige Unterstützungsangebote aufbauen bzw. altersgerechte Hilfsplattformen schaffen.

Wie es bereits seit vielen Monaten die “Nachbarschaftshilfe Erzgebirge” (www.nachbarschaftshilfe-erz.de) als Internetplattform gibt, müssten ähnliche Angebote als Telefonhotlines auch für Seniorinnen und Senioren ohne Internetzugang eingerichtet werden.

Es wäre wirklich wünschenswert, dass, wenn bald auch chemisch robustere Impfstoffe auf dem Markt sind, die Hausärzte als Mediziner des Vertrauens ihre Patientinnen und Patienten impfen können. Dann wären viele Hürden genommen und die Pandemie könnte wirksam eingedämmt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Ulrike Kahl

Foto:
U.S. Secretary of Defense
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