GRÜNE im Kreistag fordern baldige Igelkartierung durch Landkreisbehörde

Wie den Medien zum Thema “Gartentier des Jahres 2020” zu entnehmen war, beabsichtigt der Landkreis Zwickau im kommenden Jahr ein Bürgerbeteiligungsprojekt ins Leben zu rufen, wo sowohl lebende als auch tote Igel mit Datum und Fundort gemeldet werden sollen. Mit diesem Projekt will man eine Grundlage für den Bestand an Igeln (Braunbrustigeln)  im Landkreis gewinnen, da der Bestand dieser Tiere laut Sielmann-Stiftung aus vielerlei Gründen (Insektensterben, Zerstörung der Lebensräume etc.) seit Mitte der 90er Jahre stark zurückgeht.

Aus diesem Grund wandte sich die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Ulrike Kahl, mit einem Fragenkatalog an den Erzgebirgskreis. Wie der Antwort des Landrates zu entnehmen ist, existieren für das Kreisgebiet keine qualitativen Schätzungen zum Igelbestand, noch wird dieser in irgend einer Weise kartiert.

Auf Nachfrage räumt der Landrat ein, dass durch Hinweise aus der Bevölkerung sowie dem Kreis der ehrenamtlichen Naturschutzhelfer sich auch in unserer Region die Igelbestände verringert haben.
Das vom Nachbarlandkreis angedachte Projekt wird von der Behörde im Erzgebirgskreis als grundsätzlich positiv eingeschätzt, jedoch will man erst die Erfahrungen aus Zwickau abwarten und anschließend auswerten, bevor man möglicherweise ein ähnliches auf den Weg bringt.

Wir als GRÜNE Kreisräte fänden es wichtig und begrüßenswert, wenn es auch im Erzgebirgskreis einen fundierten Überblick  über die Anzahl der Igelbestände geben würde und fordern daher, dass der Landkreis eine entsprechende Kartierung  – gern auch im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprojektes – alsbald auf den Weg bringen möge.

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