GRÜNE begrüßen Glyphosat-Verzicht des Landkreises

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirgskreis begrüßt, dass der Landkreis auf seinen eigenen Flächen nunmehr auf den Einsatz von Glyphosat verzichtet.

Wurde in der Vergangenheit auf Verkehrsinseln, Böschungen und Banketten noch das insektenschädliche und gesundheitsgefährdende Totalherbizid aufgebracht, beseitigt die Landkreisverwaltung das Wildkraut jetzt rein mechanisch.

“Das ist eine richtige Weichenstellung hin zu mehr Gesundheitsfürsorge und Umweltschutz, denn bereits seit einigen Jahren ist der Trend zu beobachten, dass immer mehr Kommunen in Deutschland,  auch in Sachsen und im Erzgebirge, auf die Anwendung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat bewusst verzichten. Wir GRÜNE haben immer wieder darauf hingearbeitet, dass das Pestizid nicht mehr zur Anwendung kommt, da selbst im Trinkwasser und in der Muttermilch Rückstände zu finden sind”, so Ulrike Kahl, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag.

“Doch dürfen wir in der gesamten Diskussion auch die vom Landkreis verpachteten Ackerflächen nicht außer acht lassen. Bei künftigen Pachtvertragsverlängerungen und -neuabschlüssen sollte der Verzicht auf Glyphosat Vertragsbestandteil werden.”

Im Herbst 2017 verlängerte die EU die Zulassung des Herbizids für zunächst fünf Jahre, so dass der weitere Einsatz des umstrittenen Mittels bis 2023 möglich ist.

Österreich verbot in diesem Jahr als erstes Land in der Europäischen Union den Einsatz von Glyphosat. “Auch finden wir es nachahmenswert und wichtig, wenn der Landkreis auf bisher sechs eigenen Grünflächen nicht mehr so häufig mäht und statt dessen insektenfreundliche Blühwiesen angelegt. Dies sind wirkungsvolle Ansätze, die dem gravierenden Insektenschwund, der auch im Erzgebirge stattfindet, etwas entgegensetzen”, so die GRÜNE.

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