Subventionierung von Seilbahnen, Skilift- und Beschneiungsanlagen (Anfrage vom 8.7.2016 und Antwort)

Zu Genehmigungen und zur Subventionierung von Seilbahnen, Skilift- und Beschneiungsanlagen durch den Landkreis stellte Kreisrätin Ulrike Kahl folgende Anfrage:

-> Anfrage vom 8. Juli 2016:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den erzgebirgischen Wintersportgebieten, die eine maximale Höhenlage von 1100 Metern – meist jedoch darunter – aufweisen, lässt sich aufgrund des Klimawandels ein klarer Trend zu wärmeren und schneeärmeren Wintern beobachten.

Auch die von der Staatsregierung in Auftrag gegebene INTERKLIM-Studie, die speziell den Klimawandel im böhmisch-sächsischen Grenzraum während des Zeitraumes von 1961 bis 2010 untersuchte, gelangte zu dem Ergebnis, dass im Untersuchungsgebiet die Spanne der möglichen Temperaturzunahme bis zum Ende diese Jahrhunderts zwischen 1 und 4 Grad Celsius betragen kann. Aus den Ergebnissen dieser Klimamodelle geht u. a. deutlich hervor, dass typische Kälteereignisse wie Eis- und Frosttage seltener werden.

Um den Wintersportbetrieb dennoch möglichst durchgängig aufrechtzuerhalten, versuchen Kommunen und Pistenbetreiber zunehmend, dem Schneemangel mittels Beschneiungsanlagen entgegenzuwirken und forcieren aus Wettbewerbsgründen weitere Investitionen zur Intensivierung und Modernisierung des alpinen Skibetriebes.

  1. Inwieweit stellten Kommunen/Pistenbetreiber/Vereine in den Jahren seit 2009 Anträge auf finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in Seilbahnen, Skilift- und Beschneiungsanlagen, Speicherteiche etc.?
  2. Wie hoch waren gegebenenfalls die jeweiligen Investitionssummen (bitte Aufschlüsselung nach Seilbahn-/Liftanlagen, Beschneiungs-Anlagen und sonstige Investitionen)?
  3. Wie viele unter 1. aufgeführten Fördermittelanträge wurden gegebenenfalls in welcher Höhe aus welchen Programmen genehmigt, wie viele befinden sich noch in der Bearbeitungsphase (bitte mit Aufschlüsselung nach Standort, Höhenlage und Betreiber)?
  4. Wie viele Baugenehmigungen für derartige Anlagen wurden seit 2009 erteilt? Wie viele Bauanträge wurde aus welchen Gründen abgelehnt?
  5. Sieht die Landkreisverwaltung künftig einen weiteren Bedarf, sachliche Grundlagen bzw. die Notwendigkeit, derartige Anlagen baulich zu genehmigen, zu subventionieren bzw. wird sie sich beim Freistaat Sachsen dafür einsetzen, weitere diesbezgl. Fördermittel für den Landkreis zu akquirieren?
  6. Wenn ja, anhand welcher Kriterien wird über Baugenehmigungen und finanzieller Förderung von Beschneiungs- und Liftanlagen entschieden? Inwieweit spielen dabei der voranschreitende Klimawandel und andere Umweltaspekte eine Rolle?

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Kahl

-> Antwort vom 18. Juli 2016: Gruene_Kreistag_Erzgebirgskreis_Anfrage_08072016 (PDF-Datei)

-> Weitere Infos:

  • Pressemitteilung vom 4. März 2016 „Winter ade! GRÜNE Kreisräte fordern stärkere Ausrichtung auf Ganzjahrestourismus im Erzgebirge“: lesen
  • Pressemitteilung vom 15. April 2016 „Nachhaltige touristische Zukunftsstrategien statt Verdrängungswettbewerb um Skitouristen!“: lesen

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