Anfrage zur Inszenierung “Weiße Rose” im Burattino-Theater Stollberg (Antwort vom 01.07.2024)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der MDR berichtete vor zwei Tagen über eine geänderte Inszenierung des Stückes “Weiße Rose” am Jugendtheater Burattino, nachdem seitens rechter Schülerkreise und der AfD im Kreistag  der Vorwurf  einer “linksradikale Indoktrination” erhoben wurde. siehe https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/theater-burattino-kritik-afd-weisse-rose-kultur-news-102.html

1. Wie stellt sich aus Sicht der Landkreisbehörde der Sachverhalt dar?

2. Betrachtet die Landkreisverwaltung die erfolgte Abänderung des Stückes als Eingriff in die Kunstfreiheit?

3. Welche konkreten Vorwürfe erhoben wann welche KreisrätInnen gegenüber der Landkreisverwaltung bzw. der Leiterin des Kulturbetriebes?

4. Wurden seitens der Landkreisbehörde Gespräche mit der Leiterin des Kulturbetriebes geführt?

5. Wenn ja, was wurde ihr nahe gelegt?

6. Wurde dem Regisseur – wie im Beitrag erwähnt – tatsächlich bei einer Vorstellung der Zugang bzw. der Kontakt zu seinem Ensemble verwehrt?

7. Wenn ja, wer verwehrte ihm dies aus welchen Gründen?

8. Welche Konsequenzen will der Landkreis bzw. der entsprechende Eigenbetrieb aus diesem Politikum ziehen?

Mit Dank und freundlichen Grüßen,


Ulrike Kahl
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktionsvorsitzende
im Kreistag des Erzgebirgskreises

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