Anfrage vom 3.2.2016 zur Anwendung umweltschonender Wildkrautbeseitigungsmethoden auf Landkreisflächen

Am heutigen Mittwoch, den 3. Februar 2016, sendete Kreisrätin Ulrike Kahl folgende Anfrage zur Anwendung umweltschonender Wildkrautbeseitigungsmethoden auf Landkreisflächen ans Landratsamt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf den Freie-Presse-Artikel in der Marienberger Ausgabe vom 13. Januar 2016 „Grüne kritisieren Einsatz von Herbiziden“ hin meldete sich bei uns die Firma Jürgen Fethke aus Grünhainichen (www.fethke-friedhofstechnik.de), die sich seit vielen Jahren mit umweltverträglichen Methoden zur Wildkrautbeseitigung beschäftigt und auch seit drei Jahren Gerätschaften dazu vertreibt.

Ich zitiere aus dem Schreiben von Herrn Fethke:

„… mit großem Interesse verfolge ich alle Informationen zum Einsatz von Herbiziden. Seit 3 Jahren vertreibe ich Geräte zur Wildkrautbeseitigung mit Heißwasser (98°C). Der Einsatz erfolgt ohne Zumischung von Meische oder ähnlichen Produkten. Zu Vorführungen trinke ich das von mir verwendete Wasser. Eine Vorführung mit einem kleinen Gerät habe ich 2014 mit den Straßenmeistern und Frau Röder vom LRA gemacht.

Die Wave Methode kann auch auf Trägerfahrzeugen montiert werden und damit wirtschaftlich ausgebracht werden. Größere Geräte werden seit letztem Jahr von der Stadtverwaltung Chemnitz (Grünflächenamt) sowie der Stadtpflege Dessau Roßlau genutzt. Handmaschinen werden von vielen Kommunen und Dienstleistern zur vollen Zufriedenheit eingesetzt.

Eine Mail mit unseren Maschinen, welche wir den Einsatzbedingungen des Kunden anpassen, sende ich Ihnen nachfolgend. Als Anlage sende ich Ihnen Informationsmaterial zur Bekämpfung von Bärenklau und Ambrosia oder Sie besuchen meine Homepage.“

Daher nun unsere Fragen:

1. Sieht die Landkreisverwaltung in diesem Angebot zur Wildkrautbeseitigung auf ihren Flächen eine Alternative zum Glyphosat-Einsatz? Wenn nein, warum nicht?

2. Gab es auf entsprechenden Flächen bereits Tests bzw. beabsichtigt die Landkreisverwaltung, die Möglichkeiten der Heißwassermethode zu prüfen?

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Kahl
im Namen der Kreisräte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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